Cabo de Gata

Sierra Nevada

Giralda

AL-Huebro

Wandern in Andalusien

Als südlichste Region des spanischen Festlandes bietet Andalusien auf einer Gesamtfläche von rund 87.000 Quadratkilometern sowohl facettenreiche Küstenlandschaften als auch schneebedeckte Gipfel, die jedem Wanderanspruch gerecht werden. Zwischen einem erfrischenden Bad an der Costa del Sol und einer Tour durch die verschneiten Berge der Sierra Nevada liegt gerade einmal eine Entfernung von 50 Kilometern. Andalusien beherbergt mit dem 3.483 Meter hohen Mulhacen den höchsten Berg der iberischen Halbinsel. Ein Terrain, das sich also zum Bergsteigen ebenso eignet, wie zum gemütlichen Wandern.

Die Region Andalusien wurde lange Zeit hauptsächlich von Strandurlaubern frequentiert, die zwar auch die bekannten Orte Granada, Sevilla und Cordoba mit ihren historischen Kulturstätten besuchten, das Wandern aber eher vernachlässigten. Mittlerweile gilt Andalusien bei Naturliebhabern jedoch als erstklassiges Wanderland. Beeindruckende Gebirgslandschaften, National- und Naturparks halten nicht nur eine äußerst artenreiche Flora und Fauna bereit, sondern lassen sich hervorragend auf alten Schmugglerpfaden und gut ausgebauten Wanderwegen erkunden. Unweit von Granada erstreckt sich die Sierra Nevada. Der nördliche Teil lädt zum Klettern und Bergsteigen ein, die südliche Alpujarra präsentiert sich sanfter und eignet sich gut zum Bergwandern. Vielerorts haben die Einwohner ihre Häuser auf den terrassenförmigen Stufen errichtet. Die Hänge werden zum Anbau von Mandeln, Zitronen, Orangen und Kastanien genutzt. Wanderer bekommen hier einen guten Einblick in das spanische Landleben und haben die Möglichkeit, nette Kontakte mit den Einheimischen zu knüpfen.

Ein wahres Paradies zum Wandern bildet die Costa de la Luz, Andalusiens Atlantikküste. Hier findet man die schönsten Strände, erstaunlicherweise aber wenig Strandtouristen. Das liegt an der kräftigen Brise, die Urlaubern am Atlantik, zwischen der Straße von Gibraltar und der portugiesischen Grenze, um die Nase weht. In diesem Gebiet liegt auch der Nationalpark Donana, ein einzigartiges Vogelparadies mit wunderschönen Dünenlandschaften, Korkeichen- und Schirmkiefernwäldern und dem bekannten Sumpfland Marismas. Nördlich von Sevilla liegt die Sierra Norte. Hier bestimmen schonend bewirtschaftete Kulturlandschaften das Bild, Rinder und Schweine weiden unter schattenspendenden Eichen, die mit ihren weit ausladenden Kronen den Boden vor Erosion schützen. Romantische Flusstäler und die für Spanien typischen Galeriewälder sind Lebensraum für seltene Vogelarten, wie den Kaiseradler, Schwarzstorch oder Mönchsgeier, und machen eine Wanderung durch die Sierra Norte zu einem unvergesslichen Naturerlebnis.